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MTB Reifen Test: Michelin Wild Enduro auf ligurischen Trails

Der zweite Teil des MTB Reifen Test der Michelin Wild Enduro

Nachdem überaus positiven ersten MTB Reifen Test der Michelin Wild Enduro Fahrradreifen, war ich wirklich gespannt. Wie wird sich dieser Pneu unter den ligurischen Bedingungen schlagen. Was kann man von dieser Reifen Kombi erwarten? Und genau das wird Euch in diesem Blog Artikel beantwortet.

 

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Ausblick auf die ligurische Küste

Der Wetterbericht machte uns Hoffnung auf sehr angenehmes Wetter und unser Plan stand in groben Zügen. Wir wollten je 2 Tage Tour fahren und 2 Tage Shuttle. Kurzum perfekte Bedingungen für einen Mountainbike Reifen Test. 

Monte Caprazopa - Tag 1 des MTB Reifen Test

Weil wir ja im Urlaub sind, sollte es erst mal entspannt in den Tag gehen. Das bedeutet ein ausgiebiges Frühstück zu Beginn, Bike schrauben und ein wenig Tourenplanung. Entsprechend steigerte sich die Vorfreude auf die Bewährungsprobe der Reifen. Es sollten die Trails des Monte Caprazopa (291m) direkt bei Finale Ligure unter die Stollen genommen werden. Dreimal sind wir bei dieser Tour nach oben gefahren. Zweimal auf Asphalt und einmal auf einem sehr losen, steinigen Weg. Demzufolge konnte die Uphill Eigenschaft des Pneus gut bewertet werden.

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Monte Caprazopa: Ausblick auf Finale Ligure

Wie im ersten Artikel des MTB Reifen Test angedeutet, hat sich mein Eindruck bestätigt. Die Rolleigenschaften dieses Reifens sind OK, aber dem Gewicht und dem Profil angemessen. Man wird diese Bereifung aber sicher nicht auf einem XC Rennen fahren wollen. Anschließend sind wir eine Kombination aus Bonditrail, X-Men und Caprazoppa gefahren. Falls Ihr die Trails nicht kennt, es gibt sowohl flache Tretpassagen als auch steile Abschnitte. Dennoch für Finale Ligure typisch scharfkantige Felsen, die nur darauf warten Deinen Reifen zu fressen. Kurz gesagt, perfekt für einen MTB Reifen Test.

 

Der Boden auf der Südseite war mehr als trocken. Weshalb der Reifen im feinen Staub verschwunden ist. Aber egal was man dem Reifen aufgetragen hat, er hat es ohne mit den Stollen zu zucken hingenommen. Egal ob schnelle Kurvenwechsel, starkes Bremsen, knallhartes, direktes über Felsen bügeln, selbst der direkte Angriff von Felsen (Fahrfehler, was denn sonst) hat den Wilden nicht aus der Ruhe gebracht. 

Was zur Folge hatte, dass mein Grinsen immer breiter wurde. Dementsprechend fällt das Fazit des ersten Test Tages wie folgt aus: geiler Reifen!

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Grinsender Tester - so muss ein Test sein

Shutteln mit RideOn - Tag 2 des MTB Reifen Test

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Defender Shuttel von RideOn
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Bike Transport von RideOn

Mit einer coolen Truppe aus Bayern waren wir auf einer normalen Shuttle Runde unterwegs. Nicht falsch verstehen, „normal“ bedeutet nicht schlecht, sondern sollte mit unglaublichen Trails assoziiert werden. Hier haben wir alles abgedeckt: flach, steinig, flowig, verblockt, steil, knallhart. Anders ausgedrückt, alles was man in Finale Ligure erwarten kann. Um nur ein paar Trails zu nenne: Rosllercoaster, Oribargo, Ingegnere oder Cacciatore. Ihr seht schon, dieser Enduro Reifen Kombination wurde in diesem MTB Reifen Test alles abverlangt

 

Ich habe mich sehr wohl auf dieser Bereifung gefühlt. Dementsprechend habe ich auch mal die Bremsen auf gemacht. Umso mehr man seine eigenen Grenzen austestet, desto mehr Fehler passieren auch. Der Pneu musste nicht nur einige harte Schläge einstecken, sondern hat auch einen oder mehrere spitze Steine an die Seitenwand bekommen

 

Kennt Ihr das? Ihr seht eure Linie, haltet selbstbewusst darauf zu und dann stellt ihr fest: "scheiße was mache ich hier, das wird ein Platten geben…". Der Michelin Wild Enduro hat mich aber auch hier nicht enttäuscht. Er hat einfach alles mitgemacht. Weiterhin bin ich wirklich begeistert, wie sich die Michelins bewähren

Trophy of Nation (natürlich nur ein Teil davon) - Tag 3 des MTB Reifen Test

Am dritten Tag sind wir auf die Spuren der Trophy of Nations Runde von 2019 gegangen. Allerdings haben wir nicht alles gemacht, weil wir kein Shuttle zur Unterstützung genommen haben. Wir sind direkt aus Finale los und sind zum San Bernadino aufgebrochen. Auf jeden Fall solltet ihr bei Trailforks vorbei schauen. Dort könnt ihr die Strecke ganz einfach anschauen oder auch nachfahren. 

 

Nachdem wir den Aufstieg zum San Bernadino gemeistert haben, galt es kurz zu verschnaufen. Denn als erstes haben wir den LaRugetta Originale für den Test ausgesucht. Dieser Trail war gespickt mit scharfkantigen Steinen die von sehr feuchtem Boden umgeben waren. Aber selbst bei dem harten Beschuss an vernichtenden Steinkanten, haben die Wild Enduros eine geile Performance abgeliefert. Dementsprechend wurde Grip gezaubert und alles eingesteckt was kam. 

 

Danach ging es auf ein Stück des Percorso 24h. Das ist ein flacher, sehr tretlastiger (oder lästiger) Trail, also ein XC Kurs. Ihr könnt euch sicher denken, was ich jetzt schreiben würde. Aber danach ging es auf den DH Men. Und was soll ich sagen, ich habe mich schon ein wenig wie Mr. Sam Hill himself gefühlt. Auf dieser Strecke ist der Reifen wirklich zuhause. Er besticht durch unglaublichen Seitenhalt und eine super Dämpfung. Trotz sehr direkten Linien blieb die Luft zwischen Felge und Mantel. Ich kann es nur nochmal wiederholen: Genialer Reifen.

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Trackwalk auf dem DH Men
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DH Men: Abfahrt mit EWS Feeling

Letzter Tag des MTB Reifen Test: nochmal Shuttle

Wieder waren wir mit RideOn unterwegs. Diesmal wollten wir in der ersten hälfte des Tages die NatoBase unsicher machen. Danach war das Hinterland von Mallare geplant. Gesagt getan, nur hatte das Wetter eine Überraschung für uns parat. Die Berge hingen komplett in den Wolken. Wodurch die Trails von einer unglaublichen Feuchtigkeit (eher Nässe) überzogen wurden. Über Nacht hatte es nicht geregnet, aber die Strecken hätten es vermuten lassen. Somit konnten auch die Matscheigenschaften in diesen MTB Reifen Test mit einbezogen werden.  Ob auf dem 115, dem Madre Natura oder dem BaseNato, der Michelin Wild Enduro konnte sich auf den gebauten Strecken im Matsch gut behaupten. Die Selbstreinigung des Reifens war super und somit auch die Performance

 

Auf den Trails um Mallare ist der Wild Enduro aber an seine Grenzen gekommen. Dies waren sehr natürliche Trails mit viel weichem Waldboden. Mag man nicht glauben in Finale, ist aber so. Dieser hat sich zu einer sehr klebrigen Masse zwischen den Stollen abgesetzt. Aber im Vergleich zu anderen Allround Reifen (wie Magic Mary oder DHF II) haben die Wild Enduros vergleichbar abgeliefert. Natürlich wären Matschreifen bei diesen Bedingungen besser gewesen. Aber wer will schon wechseln? Oder hat ein zweites paar Laufräder fertig montiert parat?

Nach diesem nassen Tag mussten wir uns erst mal richtig belohnen, na wisst Ihr wo wir Essen waren?

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Kurze Pause zwischen den matschigen Abfahrten
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600g Filet Steak bei Alter Ego

Fazit und Ausblick des MTB Reifen Test

Schaut Euch die beiden Reifen einfach selbst an. Macht Euch ein eigenes Bild der Abnutzung.

Das ist der Wild Enduro Front

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Wild Enduro Front Profil
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Abnutzung des Profils nach 4 Tage Finale Ligure
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Perfekter Grip mit diesem Pneu

Natürlich habe ich sie vom Matsch befreit. Dennoch finde ich, dass sie verdammt gut aussehen. Trotz härtester Behandlung, gab es keinen Platten. Die Seitenwände haben jedem Rasiermesser ähnlichen Stein getrotzt. Und alle Stollen sind auch an Ort und Stelle. 

Das ist der Wild Enduro Rear

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Die durch Steine attackierte Seitenwand
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Keine Beschädigung der Seitenwand
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Die Stollen des Wild Enduro Rear stehen auch gut da

In Summe haben die Pneus 145 km auf meinem Carbonross abrollen dürfen. Davon waren 3600 Höhenmeter und 11.000 Tiefenmeter für den Michelin zu bewältigen. Das sind doch gute Bedingungen für einen MTB Reifen Test.

 

Mich persönlich haben die Michelin Wild Enduro sehr überzeugt. Egal was ich mit ihnen angestellt habe, es gab keine Probleme. Was mir sehr sehr gut gefallen hat, ist die sehr gute Kontrolle die man durch die massiven Seitenstollen hat. Hier kann man ganz gezielt den Reifen ausbrechen lassen. Was lässige Drifts zur Folge hat. Wenn man aber will, bekommt man die Kontrolle sofort zurück. Oder entsprechend wenn man es braucht.  Das Preis-Leistungsverhältnis finde ich mehr als fair und freue mich auf viele weitere Fahrten mit diesen Reifen. 

 

Wie in meinem ersten Bericht geschrieben, fahre ich mein Material bis zum bitteren Ende. Dementsprechend wird mich der Reifen hoffentlich das ganze Jahr begleiten. Es stehen nicht nur Touren in den Alpen auf dem Programm, sondern auch mal wieder ein Enduro Rennen. Somit mache ich einfach ein Langzeit MTB Reifen Test daraus. 

 

Danke dass Ihr dabei wart. Tragt bitte Eure Meinung in die Kommentare. Oder lasst Eure Wünsche da, was ich noch testen soll. Oder schreibt mir einfach eine Mail. 

 

Aber bleibt gesund und lasst es euch gut gehen. 

Euer Raph

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Euer Test Team: wir hatten mächtig Spaß

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Der erste Teil des MTB Reifen Test
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Blog über die Pläne für 2020
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Blog über den OEH Kurs bei Dani Hornsteiner


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